Warum “Making” im Unterricht den Unterschied macht
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Einfach machen: Der Mehrwert für den Unterricht
Im Schulalltag rückt das handlungsorientierte Lernen immer mehr in den Fokus. Making bietet hierfür den idealen Rahmen: Ob es um die Konstruktion eines stabilen Turms aus Karton oder das Design eines digitalen Stickers geht, der Prozess des Scheiterns, Optimierens und Selbermachens fördert nicht nur das technische Verständnis, sondern auch die Frustrationstoleranz und Eigeninitiative. Mehr dazu im Blogbeitrag «Making macht Schule»
Drei Tools für den direkten Einsatz
Um Making im Unterricht niederschwellig umzusetzen, braucht es nicht zwingend High-Tech-Labore. Oft sind es spezifische Tools, die kreative Prozesse anstossen:
- Gelli Print: Gelli Print ist eine einfache Drucktechnik, bei der mit einer weichen Gelplatte, Farbe und verschiedenen Materialien gearbeitet wird. Farben werden auf die Platte aufgetragen, mit Mustern, Schablonen oder Naturmaterialien belegt und anschliessend z.B. auf Papier übertragen. So entstehen einzigartige Drucke mit spannenden Strukturen und überraschenden Effekten. Es braucht dazu keine Druckpresse oder komplizierte Vorbereitung.
Der niederschwellige Zugang eignet sich gut für den Unterricht. Durch das Verfahren können Schüler*innen experimentieren, gestalten und schnell sichtbare Ergebnisse erzielen.
- Cricut Schneideplotter: Formen, Schriftzüge oder komplexe Designs werden in der Software «Cricut Design Space» entworfen, an den Schneideplotter gesendet und dort präzise und automatisch, z.B. aus Papier, Vinyl oder Folie, ausgeschnitten. So entstehen Sticker, Karten, Beschriftungen oder bedruckte Textilien.
Der Schneideplotter eröffnet somit vielfältige Möglichkeiten für den Unterricht. Schüler*innen erleben, wie digitale Ideen in Produkte umgesetzt werden, und entwickeln dabei sowohl kreative als auch technische Kompetenzen
- ChompSaw Kartonsäge: Mit einem sicheren und einfachen Schneidesystem können bereits junge Schüler*innen Teile aus Karton aussägen und damit Objekte gestalten und bauen. Dabei entsteht ein Verständnis für Konstruktion, Design und räumliches Denken.
Mit dem Werkzeug von «makedo» lassen sich die Kartonteile zudem gut weiterverarbeiten und zusammenbauen.
Persönliche Erfahrung: Vom Ausprobieren zum Umsetzen
Lehrperson Oberstufenschule Strättligen: «Zuerst war ich skeptisch, ob ein Schneideplotter nicht zu kompliziert für meine 7. Klasse ist. Doch die Begeisterung, mit der die Kinder ihre eigenen Logos entwarfen und diese schlussendlich auf ihre T-Shirts pressten, hat mich überzeugt. Die Technik war dabei nur das Mittel zum Zweck für ein Erfolgserlebnis.»
Fazit
Der Einstieg ins Making lebt vom Mut zum Ausprobieren. Es geht darum, Schüler*innen Räume zu eröffnen, in denen sie experimentieren und ihre eigenen Ideen verwirklichen können.
Wie sieht Making an Ihrer Schule aus?
Möchten Sie diese Tools selbst ausprobieren oder suchen Sie Ideen für Ihre Unterrichtsgestaltung? Der MakerCorner bietet dafür den idealen Rahmen. Mit diesen neuen Angeboten und zusätzlichen Impulsen durch Fachpersonen werden Lehrpersonen unterstützt, um Making im Unterricht umzusetzen.
2 Kommentare
Dankschön für den Beitrag! Wäre sicher auch etwas für die Tagesschulen in der Freizeit ausprobieren und pröbeln.
Was für ein toller Blog-Beitrag! Danke, Fabienne und Cornelia!